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Vorsprung durch Technik

Warum BISTRA Bau und STL Bau Prozesse, Baumaschinen und Fahrer neu zusammendenken

9.6.2026

PUTZKAU (SR)

Die beiden Bauunternehmen BISTRA Bau und STL Bau, die zum Verbund der BHS Bau- und Handelsgruppe in Dresden gehören, verfügen über langjährige Erfahrungen im Straßen-, Tief-, Ingenieur- und Rohrleitungsbau und gehören zu den führenden Bauunternehmen der Region Ostsachsen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und des Großraumes Dresden. Unter der gemeinsamen Leitung von Geschäftsführer Hartmut Horn profitieren Auftraggeber von gebündelter Expertise und wirkungsvollen Synergien. Mit gemeinsam rund 350 Mitarbeitern haben sich beide Unternehmen in den letzten Jahren zu leistungsstarken Akteuren in der Region entwickelt.

Doch zwischen Kostendruck, Fachkräftemangel und immer komplexeren Projekten bleibt den Bauunternehmen kaum eine andere Wahl: Wer heute noch baut wie gestern, baut morgen nicht mehr mit. Mitten in dieser Transformation befinden sich BISTRA Bau und STL Bau, die ihren Maschinenpark mit über hundert Baggern und über 70 Radladern konsequent auf dem neuesten Stand halten. Das zeigen die jüngsten Investitionen in neue Cat Mobilbagger wie zwei M320. „Wir investieren kontinuierlich, um wettbewerbsfähig zu bleiben – aber auch, um gute Maschinisten heranzuziehen und langfristig zu binden. Technische Features erhöhen das Arbeitstempo auf den Baustellen und machen viele Schritte deutlich produktiver“, erklärt Hartmut Horn, Geschäftsführer der beiden BHS-Baubetriebe.

Mit einem klaren Fokus auf moderne Bautechnik konzentrieren sich die mittelständischen Unternehmen auf den Straßen-, Tief- und Ingenieurbau. Mit der W1/G2- sowie der GW381-Zulassung für Montage und Tiefbau an Trinkwasser- und Gasleitungen nach DVGW wurde eine wesentliche Voraussetzung geschaffen, um Projekte im Rohrleitungsbau fachgerecht und normgerecht umzusetzen. Einen großen Teil des Leistungsspektrums nimmt auch der Asphaltbau ein. Es geht dabei nicht nur um herkömmlichen Straßenasphalt, sondern auch um Sonderasphalte und Gussasphalt. Eigene Rohstoffkapazitäten und Recyclinglösungen ermöglichen eine wirtschaftliche Projektabwicklung. Das Leistungsspektrum reicht von Fundamentarbeiten über Straßen-, Kanal- und Rohrleitungsbau bis hin zu Baufeldberäumung, Entwässerungsanlagen und Regenrückhaltebecken. Um auch großflächige Erdarbeiten präzise und planungssicher umzusetzen, kombinieren die BHS-Baubetriebe die eigene Vermessungstechnik mit einem modernen Maschinenpark.

Zum Beispiel gehört dazu das Bauvorhaben des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in Bautzen „B96 Ausbau nördlich Zittau, 2. Bauabschnitt“. Hierbei werden über 34 000 Kubikmeter Boden abgetragen, um einen neuen Einschnittbereich auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Oderwitz und Mittelherwigsdorf herzustellen. Die Bauzeit erstreckt sich von Juni 2025 bis September 2026. Ziel der Maßnahme ist eine deutliche Erhöhung der Verkehrssicherheit. Gerade bei solchen Projekten außerhalb geschlossener Ortschaften spielt die präzise Maschinensteuerung eine entscheidende Rolle. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt liegt im innerstädtischen Bauen unter Berücksichtigung von Lärmschutz und Emissionsreduzierung. Das anspruchsvolle Fernwärmeprojekt „Oct0pus“ der Stadtwerke Löbau zeigt exemplarisch, wie effizient Maschinen auf engstem Raum eingesetzt werden müssen. Die STL Bau konnte bereits 2025 einen großen Teil des Straßen- und Tiefbaus für die neuen Fernwärmeleitungen realisieren und ist auch 2026 erneut mit dem Folgeabschnitt betraut worden.

Die Projekte stehen exemplarisch für den technischen Anspruch der Unternehmen: präzise Planung, leistungsstarke Bauverfahren und eine reibungslose Koordination. Großmaßnahmen im Raum Dresden, wie der anspruchsvolle Straßenbau im Bereich der S177 OU Wünschendorf/Eschdorf, an der B172 OU Pirna oder bei ESMC sowie die Trinkwasserversorgung im Dresdner Nordraum, mit Volumina im mehrstelligen Millionenbereich unterstreichen diese Leistungsstärke auch bei der BISTRA Bau.

Möglich ist das nur, weil Prozesse kontinuierlich weiterentwickelt werden. So übernimmt im Kanalbau heute ein Bagger teilweise auch die Verdichtung – eine separate Rüttelplatte muss nicht mehr manuell eingesetzt werden. Baumaschinen werden zunehmend zu multifunktionalen Trägergeräten, die eine große Bandbreite an Anbauwerkzeugen aufnehmen können. Das erhöht die Flexibilität und beschleunigt die Abläufe auf der Baustelle. Einen weiteren Produktivitätsschub bringt der Einsatz von Tiltrotatoren: Sie machen Mobilbagger deutlich beweglicher, da sich das Anbaugerät endlos drehen sowie nach links und rechts neigen lässt – wie ein Handgelenk, ohne die Maschine ständig umsetzen zu müssen. Das reduziert Maschinenbewegungen und ist besonders bei engen Platzverhältnissen ein klarer Vorteil. Gleichzeitig übernimmt ein Bagger mit Tiltrotator Aufgaben, für die früher mehrere Geräte oder zusätzliche Handarbeit nötig waren. Auch die Arbeitssicherheit profitiert davon, da der Maschinenführer mehr Tätigkeiten aus der Kabine heraus erledigt und bei Aushub- und Verfüllarbeiten niemand mehr im Leitungsgraben stehen muss.

Ein wesentlicher Treiber von schnelleren Prozessen ist der Einsatz von 3D-Maschinensteuerungen. Die BHS-Baubetriebe setzen dabei auf Leica-Systeme, die für die neuen Cat Mobilbagger freigeschaltet wurden und nun direkt mit der Maschinentechnik kompatibel sind. Früher war eine Nachrüstung deutlich aufwendiger: Winkel- und Neigungssensoren mussten an Ausleger, Stiel und Löffel montiert, zusätzliche Halterungen und Kabelbäume installiert werden. Teilweise waren sogar Eingriffe in Hydraulik und Maschinensteuerung erforderlich, verbunden mit hohem Montage-, Kalibrier- und Stillstandsaufwand. Heute lässt sich die werksseitige Cat Sensorik ohne mechanische, sensorische oder elektronische Änderungen an der Maschine weiter nutzen. Ergänzend steht dem Fahrer neben der Leica-3D-Steuerung auch das „Assist“-Paket für Cat Bagger der neuen Generation zur Verfügung.

„Gerade die Abziehautomatik beim Planieren und beim Abziehen von Flächen entlastet die Fahrer erheblich und macht das Arbeiten schneller und genauer“, betont Tobias Hempel, technischer Leiter der BHS-Baubetriebe. „Das schafft einen klaren Wettbewerbsvorteil. Gleichzeitig steigt die Produktivität insgesamt: Wenn die Konzentration im Laufe eines langen Arbeitstags nachlässt, hält die Automatik die Leistung konstant – und das ist bares Geld. Zudem profitieren weniger erfahrene Fahrer, die mithilfe der Assistenzsysteme ein hohes Leistungsniveau erreichen, während Top-Fahrer ihre Effizienz weiter ausspielen können.“

Dank der Maschinensteuerung kennt die Baumaschine ihre exakte Position, Höhe und Neigung in Echtzeit – gestützt auf GNSS, Sensorik und digitale Planungsdaten. Viele klassische Absteckpunkte im Gelände entfallen, weil das Sollprofil direkt im Display angezeigt wird. Das erhöht die Präzision bei Aushub- und Planierarbeiten und steigert die Effizienz. Das auszuschöpfen wird möglich durch die elektrohydraulische Vorsteuerung der neuen Maschinengeneration. „Diese geballten Vorteile wollen wir konsequent nutzen“, so Tobias Hempel, der die wachsende Technologieoffenheit ausdrücklich begrüßt. Neugierig verfolgt er Trends und sucht nach praxistauglichen Lösungen, um die Maschinenausrüstung noch besser an die Anforderungen auf den Baustellen anzupassen. Dabei spielt auch das Feedback der Maschinisten eine zentrale Rolle – insbesondere Stammfahrer werden früh in Investitionsentscheidungen einbezogen. „So bekommen sie ein Gefühl dafür, was technisch möglich ist und was ihnen die Arbeit wirklich erleichtert“, erklärt der technische Leiter. Oft sind es kleine Details mit großer Wirkung: So wurde etwa eine Werkzeugbox mit Schubladen im Unterwagen der Cat Mobilbagger integriert. Solche Ideen bespricht Tobias Hempel mit Matthias Lietsch, Verkaufsrepräsentant der Zeppelin Niederlassung Dresden, der die Umsetzung begleitet und bei der Ausrüstung berät. Das führte dazu, einen Kompressor im Motorraum zu in¬stallieren. Dieser dient nicht nur der Kontrolle des Reifendrucks, sondern auch zur Pflege der Kabine und der Reinigung der Luftfilter. „Wir legen großen Wert auf Pflege, denn viele Maschinen sind bei uns 20 oder sogar 30 Jahre im Einsatz und erreichen 15 000 Betriebsstunden oder mehr“, so Tobias Hempel. Damit zeigt sich, wer Maschinentechnik und Fahrer konsequent zusammendenkt, verschiebt die Grenzen dessen, was auf der Baustelle möglich ist.


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Bild 1: XXL-Schlüsselübergabe mit Hartmut Horn (rechts), Geschäftsführer der BHS-Baubetriebe, Matthias Lietsch (links), Verkaufsrepräsentant der Zeppelin Niederlassung Dresden, und Baggerfahrer Nico Lehmann in der Kabine.

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Bild 2: XXL-Schlüsselübergabe mit Tobias Hempel (links), technischer Leiter der BHS-Baubetriebe, Matthias Lietsch (rechts), Verkaufsrepräsentant der Zeppelin Niederlassung Dresden, und Baggerfahrer Frank Zilger in der Kabine. Fotos: Zeppelin  

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