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(v.l.n.r.) Franz Bösl (Zeppelin), Stefan Piendl, Karl Luasser, Karl-Heinz Lausser (Lausser GmbH), Rainer Stumbeck (Zeppelin) vor der Cat Telehandler-Flotte. |
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Das Testgerät, ein Cat Telehandler TH417, schiebt Hackschnitzel dem Biomasse-Dampfkraftwerk zu. |
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| Testeinsatz bei 17 Metern Höhe |
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| Die Karl Lausser GmbH setzt bei der Montage von Schienen, Rohren oder Kessel auf Cat Telehandler |
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Garching bei München, im April 2010 (zep/SR). Spezialisiert hat sich der mittelständische Betrieb Karl Lausser GmbH aus Pilgramsberg im bayerischen Wald auf die technische Gebäudeausstattung mit Niedertemperatur-, Fußbodenheizungs- oder Wärmepumpentechnik und realisiert Projekte im Bereich Versorgungstechnik. Gebaut werden Lüftungsanlagen, Heißwasser- und Dampfkesselanlagen sowie Anlagen zur Nutzung alternativer Energie, wie Biomasse, gefertigt werden Schienensysteme für Photovoltaik. Um die verschiedensten Materialien auf den Baustellen zu heben, werden Cat Telehandler, wie ein TH63, ein TH350B und TH355B genutzt. Seit kurzem wird von dem Unternehmen ein neuer Cat Telehandler TH417 getestet, welcher von der Zeppelin Baumaschinen GmbH auf dem deutschen Markt eingeführt und auch auf der bauma in Halle B6 zu sehen sein wird.
Die Firma Karl Lausser testete den neuen Teleskopen unter realistischen Einsatzbedingungen und um ihn bei verschiedenen Bau-, Materialumschlags- und Industriearbeiten zu prüfen. Mit seinem Ausleger, der auf 17 Meter ausgefahren werden kann, können damit Lasten mit einem Gewicht von bis zu vier Tonnen gehoben werden. Der Ausleger des TH417 wird über Zylinder und Kette angetrieben, kürzere Taktzeiten sind die Folge. Dazu kommt ein Ausgleichszylinder, der beim Anheben und Absenken des Auslegers die parallele Ausrichtung von Palettengabeln oder Arbeitsgeräten sicherstellt - ein Aspekt, der auch bei der Karl Lausser GmbH von Bedeutung ist, wenn beispielsweise die sechs Meter langen Schienen für die Photovoltaik auf Dächer gehoben werden.
Mit verschiedenen Anbauteilen bestückt, kann in dem Betrieb nicht nur der TH417, sondern auch der TH63 sowie ein TH350B und TH355B unterschiedliche Aufgaben erledigen. Damit die Mitarbeiter Arbeiten in größeren Höhen verrichten können, ließ das Unternehmen einen TÜV geprüften Mannkorb bauen. Genutzt werden beispielsweise die eigenen Telehandler, wie auch das Testgerät, um das firmeneigene Biomasse-Dampfkraftwerk am Standort Pilgramsberg mit Hackschnitzel zu befüllen. „Der Vorteil des langen Auslegers ist, dass der TH417 nicht über die Hackschnitzel fährt und sie verdichtet“, meint Karl Lausser, Firmengründer und Geschäftsführer. Als vor wenigen Wochen ganz Deutschland von einer dichten Schneedecke bedeckt war, funktionierte das Unternehmen den Teleskoplader kurzerhand zum Schneeräumen um.
Weil der Betrieb Großanlagen baut und diese auf Großbaustellen in ganz Deutschland installiert, nutzt er darüber hinaus schon lange Teleskopstapler, um Materialen, wie lange Rohre, Schienen oder Kessel vom Zwischenlager zu dem zukünftigen Einsatz zu befördern. „Arbeitsgerüste, Hebebühnen oder Kräne wären zwar eine Alternative, doch damit stoßen wir viel zu oft an unsere Grenzen. Außerdem kostet die Montage unnötige Zeit. Der Telehandler eignet sich für unsere Zwecke viel besser, weil er viel wendiger ist. Mitunter können wir auf den Baustellen oder Gebäuden nicht direkt hinfahren. Mit dem Teleskopausleger und einer großen Reichweite kommen wir jedoch fast überall ran, wo wir hin müssen“, fasst Karl Lausser, der auf die Telehandler nichts kommen lässt, die Vorteile zusammen.
Hinsichtlich Wendigkeit kann auch der TH417 punkten. Der Antriebsstrang besitzt ein Sperrdifferential in der Vorderachse. Damit kann der Teleskopstapler in schwierigem Gelände eingesetzt werden. Das Differential wird automatisch aktiviert, so dass sich der Fahrer auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren kann. Der Telehandler ist für drei verschiedene Lenkungsarten wie Einachslenkung, Kreislenkung und Hundegang geeignet, so dass sich das Gerät besser steuern und manövrieren lässt – selbst auf engem Raum, wie auf Baustellen von Karl Lausser.
Dessen Erfolgsgeheimnis ist die Maßanfertigung. „Jedes Projekt ist anders. Stets ändern sich die Anforderungen und darauf müssen wir uns einstellen“, erklärt der Geschäftsführer, der vor rund 40 Jahren das Heizungs- und Lüftungsbauunternehmen aufgebaut hat. Während andere Betriebe mit dem Gedanken spielen, die Produktion ins benachbarte Ausland zu verlagern, um Kosten zu senken, hält er am Standort Pilgramsberg fest. Dort entstehen beispielsweise Befestigungsschienen, mit denen Tragekonstruktionen für versorgungstechnische Leitungen erstellt werden können. Ein weiterer Bereich, den Lausser abdeckt, sind mobile Heizcontainer. Sie werden eingesetzt, wenn schnell die Wärmezufuhr überbrückt werden muss, wenn neue Fernwärmeanlagen entstehen oder alte Anlagen aufgrund von Reparatur oder Instandhaltung ausfallen. Die Mitarbeiter von Lausser planen außerdem Lüftungsanlagen, ob mit Wärmerückgewinnung, Filter oder automatischer Regeltechnik, darunter Abluftsysteme für Sanitärräume, Abluftanlagen für Großküchen oder Klimatisierung von Hallen. „Wir legen größten Wert darauf, so viel wie möglich vor Ort zu fertigen und unsere vormontierten Teile zur Baustelle zu bringen, wo dann erst die Endmontage erfolgt. Alles andere wäre unwirtschaftlich. Jede Schweißnaht wird bei uns von innen heraus geröntgt – das wäre auf Baustellen kaum machbar. Außerdem können die Mitarbeiter auf mehreren Baustellen arbeiten, während die Produktion weiter läuft.“
Trotz Standortbindung ist die Karl Lausser GmbH längst im Ausland unterwegs und zwar nicht nur, um Projekte zu realisieren, sondern mit Tochterfirmen, in Tschechien werden beispielsweise Lüftungskanäle gefertigt. Mit dem Lauf der Zeit und den Projekten kam immer mehr Arbeit dazu, das Unternehmen wuchs und wuchs – mittlerweile beschäftigt Karl Lausser, der vor 40 Jahren die Firma als Ein-Mann-Betrieb gegründet hat, 4350 Mitarbeiter. Und die brauchen Platz. Seit 2009 werden Lagerhallen und das Bürogebäude in Pilgramsberg erweitert, die 2010 fertig sein sollen. Die Gebäude lässt der Firmenchef mit neuster Haustechnik versehen, die derzeit auf dem Markt ist. Schließlich sitzt er direkt an der Quelle.
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